
Blick von der Ochsenhoferscharte (17.06.2006)
Das "Schdaimäänndle" findet man in den heutigen Tourenkarten als "Steinmanndl". Wie dieser Begriff in die offiziellen Karten kommen konnte, ist mir etwas schleierhaft. Es ist weder ein Walser, noch ein Wälder, noch ein Allgäuer Ausdruck. In der Flurnamenkarte steht richtigerweise "Steimännle". Vermutlich hat da jemand nicht richtig die alten Schriften lesen können und den Begriff einfach falsch übernommen. Was mich am meisten ärgert, dass inzwischen auch die Einheimischen "Steinmanndl" sagen.
Auf das "Schdaimäänndle" startet man am besten von der Auenhütte. Von hier aus leicht steigend bis in die Melköde. Dann etwas steiler bis zur Schwarzwasserhütte. Dann beginnt hinter der Hütte der Anstieg zum Gipfel (Weg ist ausgeschildert). Die Tour ist nicht besonders anspruchsvoll, aber man hat schöne Ausblicke vom Gipfel und auf dem Weg eine schöne Blumenvielfalt. Wer absolut schwindelfrei und trittsicher ist kann noch die Gratüberschreitung zum Grünhorn wagen. Wer gut bei Kondition ist, aber evtl. nicht schwindelfrei, kann zur Althornbach-Alpe (Bregenzerwald) absteigen und von dort über das Starzeljoch entweder nach Baad absteigen, oder evtl. noch das Grünhorn mitnehmen und über Ochsenhoferscharte wieder zur Schwarzwasserhütte absteigen. Ist dann aber eine anstrengende und lange Tour.
Bilder von der Tour am 17.06.2006
Persönliche Erlebenisse:
17.06.2006
Am Vormittag hat es zunächst noch ziemlich heftig geregnet und ich wollte doch
auf Tour gehen. Als der Regen dann etwas nachgelassen hat, bin ich dann nach
Baad gefahren und bin dann mal losgelaufen. Plan war es auf das "Schdaimäänndle"
zu laufen, wo ich das letzte mal vor ca. 15 Jahren im Winter oben war, als wir
mit der Landjugend eine "Fuchsjagd" veranstalteten.
Um 10 Uhr bin ich also in Baad los gelaufen. In der "Duura" habe ich
dann noch mit Thorsten und einem Hirten gesprochen, die gerade das Vieh auf die
Alp getrieben haben. Dann ging es weiter über die Starzelalp zur
Ochsenhoferscharte. Da es teilweise noch tröpfelte war hier noch nichts los.
Ansonsten wimmelt es hier meistens von Leuten. Dann ging hinunter zur
Schwarzwasserhütte. Von dort bin ich dann auf das „Schdeimäänndle“. Irgendwie
regt es mich auf, dass in den Karten „Steinmanndl“ steht. „Manndl“ ist weder ein
Walser noch ein Wälder noch ein Allgäuer Ausdruck und mich wundert es, wie
dieser in die Karten kommen konnte. In der Flurnamenkarte steht auch
richtigerweise „Steimännle“. Vom „Schdeimänndle“ bin ich dann bis zur
Althornbachalpe abgestiegen. Das ist ein wunderschöner Abstieg, auch wenn ich
wegen dem Schnee den Weg nicht immer genau getroffen habe. Dafür ging es super
schnell über ein Schneefeld abwärts. Macht doch immer Spaß über ein Schneefeld
abzusteigen und vor allem ist es so schön "Knie-Schonend". Von der Alpe bin ich
dann auf das Starzeljoch und von dort noch schnell auf das Grünhorn und über ein
Schneefeld wieder herunter. Das Starzeljoch war früher ein alter Säumerübergang
und oft wurde er auch zum Schmuggeln verwendet. Bei der Ochsenhoferscharte
wimmelte es jetzt nur so
von Leuten. Die Nähe der Bergbahn ist hier einfach bemerkbar. Bin aber über ein
schönes Schneefeld elegant dem Betrieb ausgewichen. Um 14:15 Uhr war ich dann
wieder in Baad. Habe mir bei der Tour einen Sonnenbrand geholt. Als ich los ging
hat es noch teilweise geregnet und ich habe irgendwie nicht an das
„Einschmieren“ gedacht ...